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KI-Videos, insbesondere auf Social Media, sorgen für viel Aufregung – und das zu Recht. In den letzten Monaten oder sogar Jahren wurde KI schob in vielen verschiedenen Facetten beschrieben: die größte Erfindung seit der Elektrizität, einen modernen Goldrausch oder das Ende der Welt. Egal, ob Du sie liebst oder hasst – wir müssen akzeptieren, dass sie einen enormen Einfluss auf unseren Alltag hat. Du denkst vielleicht, besonders wenn Du in der Reisebranche arbeitest, hast Du damit eigentlich keine Berührungspunkte. Die Natur reicht doch völlig aus! Natürlich gibt es nichts Besseres, als zum Beispiel Deinen Campingplatz in der Abendsonne mit einer guten Kamera aufzunehmen und auf Social Media zu teilen. KI kann das (noch!) nicht nachahmen – aber KI Videos können trotzdem eine wertvolle Ergänzung für Deine Social-Media-Präsenz sein.
Und das ist der Beweis! Hier sind drei KI-Videos für Social Media, die wir erstellt haben: Das erste ist eine Brand Ad als Test, die wir für uns selbst, Red Online Marketing, produziert haben:
Das zweite Beispiel ist ein Ad-Test, den wir für unseren Kunden Sunny Cars durchgeführt haben. Ein typisches Beispiel, wie man KI-Videos für Social Media nutzen könnte.
Das dritte ist ein kurze, einfache Video-Ad, das zum Beispiel für unseren Kunden Nordic verwendet werden könnte. Nordic bietet Reisepakete nach Skandinavien an und will Menschen ansprechen, die sich als Reisende und Outdoor-Fans sehen:
Wenn Du also denkst, Du könntest Dich vor KI verstecken, haben wir gute und schlechte Nachrichten für Dich.
Die schlechte Nachricht: Du wirst sehr bald komplett abgehängt, und früher oder später musst Du eine riesige Menge Wissen nacharbeiten, nur um die Grundlagen zu verstehen. Die gute Nachricht: Es ist noch nicht zu spät, um jetzt KI-Videos für dein Social Media zu nutzen. Mit diesem Blog möchten wir dir einen Überblick über eine der wichtigsten Grundlagen geben: den Prompt.
Wenn Du bereits mit Prompts und den wichtigsten KI-Modellen vertraut bist, kannst Du die Basics überspringen und direkt zum nächsten Abschnitt gehen.
Die Basics
Im Wesentlichen ist der Prompt Deine Art, mit der KI zu sprechen und ihr mitzuteilen, was sie tun soll. Deine Eingabe sollte der KI alle nötigen Informationen liefern, um das gewünschte Ergebnis zu erzeugen.
Sobald Du Deinen Prompt und das Ziel festgelegt hast, musst Du das passende KI-Modell auswählen.
Das ist sozusagen das finale Programm, das Du in Deinen Prompt einbaust.
Aber was ist jetzt das passende KI-Modell? Hier wird es etwas kompliziert, denn allein die schiere Menge an KI-Modellen mit unterschiedlichen Funktionen und Zwecken würde drei Blogs füllen.
KI-Chatbots
Es gibt KI-Chatbots wie ChatGPT von OpenAI oder Gemini von Google, die auf Fragen menschenähnliche Antworten liefern. Das reicht von einfachen Fragen wie:
„Was sind die Hauptzutaten für eine Spaghetti Bolognese?“
Bis zu arbeitsbezogenen Fragen wie:
„Erstelle mir einen Wochenend-Reiseplan für einen Campingplatz in der Nähe von Zeeland, den ich an Besucher verkaufen kann“
Bis hin zu philosophischen Fragen wie:
„Was ist der Sinn des Lebens?“
Du bist solchen Antworten vielleicht schon in Google-Suchen begegnet – zum Beispiel als KI-Übersicht. Lies hier weiter, um zu erfahren, wie sich das auf Deine Rankings und Anzeigen auswirkt.
Text-zu-Bild / Text-zu-Video
Dann gibt es Text-zu-Bild-KI-Modelle wie Imagen von Google oder Midjourney. Mit ihnen kannst Du Bilder basierend auf Deinen Prompts erstellen. Zum Beispiel:
„Erstelle ein Cartoon-Bild von einem Hund, der Fußball spielt.“
Oder:
„Erstelle ein fotorealistisches Bild eines Schwarzen Lochs, das Saturn verschlingt.“
Da diese Modelle schon etwas länger existieren, ist die neueste Entwicklung: Text-zu-Video-Modelle wie Sora von OpenAI oder Google Veo3.
Damit kannst Du Videos per Textbeschreibung erzeugen – genau wie bei Text-zu-Bild-Modellen:
„Erstelle ein hyperrealistisches Video von einem Schwarzen Loch, das Saturn verschlingt.“
Die Möglichkeiten sind hier potenziell endlos. Derzeit gibt es allerdings meist eine „Paywall“, und die enorme Rechenleistung begrenzt die Videolänge auf wenige Sekunden. Aber diese KI-Modelle sind erst der Anfang: Mit Google Veo3 lassen sich sogar passende Soundeffekte erzeugen und Menschen mit beinahe perfekter Genauigkeit zum Sprechen bringen. Man darf nicht vergessen: Text-zu-Video-Modelle sind erst seit 2024 öffentlich verfügbar. Seit einem Jahr! Wer weiß, wo wir in fünf Jahren stehen…
Der passende Workflow
Aber wir sind nicht hier, um über Philosophie zu sprechen – sondern um KI für Deine Social-Media-Strategie zu nutzen. Wie haben wir also zum Beispiel das Video für unseren Kunden Nordic erstellt? Die Idee war, ein ruhiges, simples und natürliches Video zu erstellen, das die Stille und Stimmung Skandinaviens einfängt. Auf den ersten Blick könnte man denken, wir hätten das Video direkt mit einem Text-zu-Video-Modell erstellt. Aber das bereitet Dir nur Kopfschmerzen und kostet Zeit. Momentan ist die Erstellung von Text-zu-Video-Inhalten sehr zeitaufwendig, und es braucht viel „Trial and Error“, bis Du ein brauchbares Ergebnis erhältst.
Die bessere Methode: Starte mit einem Bild. In diesem Fall haben wir ChatGPT genutzt – ein KI-Chatbot mit integriertem Text-zu-Bild-Modell.
Der gängigste Ansatz ist, einfach mit der Idee zu beginnen.
„Erstelle ein Bild eines Außenspiegels, in dem man die Nordlichter sieht. Es ist früher Morgen irgendwo in Skandinavien.“
Das Ergebnis:
Ein farbenfrohes, fantasievolles Bild. Es könnte zwar als Basis für eine entsprechende Kampagne dienen, trifft aber nicht das, was wir für Nordic geplant haben – es fehlt die Essenz.
Was fehlt dem Prompt?
Text-zu-Bild: Das musst du beachten
Sei spezifisch und detailliert: Verwende präzise Sprache und füge Details zum Motiv, zur Umgebung, zur Beleuchtung, zu Farben, Stimmung und Bildkomposition hinzu. Vermeide vage oder mehrdeutige Begriffe, die zu unterschiedlichen Interpretationen führen können.
Verwende beschreibende Sprache: Lass jedes Wort wirken, indem Du Adjektive wie „lebendig“, „ätherisch“ oder „futuristisch“ nutzt, um Ton und Stil Deines Bildes zu unterstreichen.
Integriere künstlerischen Stil und Ästhetik: Gib das Medium an (z. B. „Foto“, „Ölgemälde“, „3D-Rendering“), nenne Kunstrichtungen (z. B. „impressionistisch“, „gotisch“, „steampunk“) oder Einflüsse von Künstlern (z. B. „im Stil von Van Gogh“, „inspiriert von Studio Ghibli“), um das Gesamtbild gezielt zu steuern.
Nutze reale Referenzen: Du kannst auch Informationen aus der realen Welt einfließen lassen – zum Beispiel zur Beleuchtung, Bildkomposition oder Kamera und Objektiv: „Canon EOS 2000D 30 mm, stimmungsvolle Beleuchtung“.
Seitenverhältnis: Seitenverhältnisse sind ein entscheidendes Element, um die Komposition und Form Deiner KI-generierten Bilder zu steuern – zum Beispiel „4:5“ für einen Instagram-Post.
Verwende klare Aktionswörter und Einstiege: Beginne Deinen Prompt mit eindeutigen Begriffen, die auf die Bildgenerierung hinweisen – wie „erstelle“, „generiere“, „male“, „zeichne“, „visualisiere“, „kreiere“ oder „gestalte“ – damit das Modell ein Bild und nicht eine Unterhaltung erzeugt.
Lass uns diese Informationen nutzen, um einen neuen Prompt zu erstellen:
„Erstelle ein realistisches, cinematisches Standbild eines seitlichen Rückspiegels, in dem klar und scharf die Nordlichter zu sehen sind. Aufgenommen mit einer ARRI Alexa Mini LF und einem 35 mm Objektiv. Der Spiegel befindet sich im unteren Drittel des Bildes. Die Nordlichter sind ausschließlich im Spiegel sichtbar.
Das Bild soll ein Gefühl von Ruhe und Natürlichkeit vermitteln. Es wurde während der „Blue Hour“ aufgenommen. Die Beleuchtung ist stimmungsvoll und soll die Schönheit und Friedlichkeit der skandinavischen Landschaft transportieren.
Es gibt eine geringe Tiefenschärfe.
Das Seitenverhältnis des Bildes soll 2:3 sein.“
Et voilà! Jetzt haben wir ein neues Bild, mit dem wir weiterarbeiten können.
Nun ist es an der Zeit, zu einem Text-zu-Video-Programm zu wechseln.
Hier gibt es viele Optionen, denn aktuell kämpfen zahlreiche Unternehmen um Marktanteile – mit neuen Updates, die fast täglich erscheinen.
In diesem Fall haben wir mit FreepikAi gearbeitet, einer All-in-One-Suite von Tools, bei der Du aus einer Vielzahl von Modellen wählen kannst. Dieses Tool eignet sich perfekt, um KI-Videos für Social Media zu generieren.
Hier kannst Du einfach Dein Bild einfügen, und Freepik beschreibt es für Dich – das liefert eine gute Grundlage für Deinen Video-Prompt.
Du hast jetzt eine klare Vorstellung davon, was die KI in deinem Bild sieht.
Nutze diesen Prompt und alle notwendigen Informationen, um das Video zu erstellen, das Du brauchst.
Was sind die wichtigen Punkte, die Du bei einem Text-zu-Video-Prompt beachten solltest?
Text-zu-Video: Das musst du beachten
Denke wie ein Regisseur, nicht nur wie ein Geschichtenerzähler.
Das bedeutet: Konzentriere Dich auf die visuelle Beschreibung und darauf, wie die Kamera die Szene einfängt – nicht nur auf erzählerische Elemente.
Beschreibe genau und vermeide umgangssprachliche Formulierungen.
Sätze wie „Kannst Du mir einen Sonnenuntergang zeigen?“ oder Prompts wie „Lass das Wasser kräuseln“ sind wenig effektiv.
Stattdessen beschreibe die Szene direkt, zum Beispiel:
„Goldener Sonnenuntergang über einem ruhigen See, sanftes Leuchten am Himmel, Bäume wiegen sich leicht im Wind“
oder
„Stiller See mit sich kräuselndem Wasser“. Je mehr visuelle Details Du angibst, desto näher kommt das KI-Modell Deiner Vorstellung. Nutze Adjektive und Adverbien, um ein klares Bild zu zeichnen.
Fokussiere Dich pro Prompt auf einen einzigen Moment oder eine visuelle Idee.
Du kannst mit einem Prompt keine mehreren Szenen erstellen – jeder Prompt erzeugt nur eine einzelne Einstellung.
Nutze technische Fachbegriffe aus der Filmproduktion, um der KI präzise Anweisungen zu geben.
Dazu zählen unter anderem:
Auflösung & Qualität:
„extrem detailliert, fotorealistisch, 8K-Auflösung, RAW-Footage, ultra-realistisch, kinoreifes Bild“Licht & Schatten:
„volumetrisches Licht, weiche Schatten, kontrastreiche Beleuchtung, Lens Flare, Gegenlicht, natürliches Sonnenlicht, Neon-Glühen, Bokeh-Effekt, diffuse Beleuchtung, sanftes Umgebungslicht, hartes Deckenlicht“Linse & Fokus:
„Weitwinkelobjektiv, geringe Tiefenschärfe, scharfer Fokus, weicher Fokus, anamorphes Objektiv, Fokusverlagerung (Rack Focus)“Filmlook & Textur:
„35 mm Filmkorn, Portra 400 Film, Vintage-Filmlook, Staubpartikel, flackernde Bildkanten“Farben & Farbkorrektur:
„monochrom, Sepia-Ton, farbkorrigiert, entsättigt, kräftige Farben, kinoreife Farbgebung“Atmosphärische Effekte:
„Nebel, Dunst, Rauch, Dampf, Staubwolken, Regenstreifen, Subsurface Scattering“Bewegung & Geschwindigkeit:
„Zeitlupe, Highspeed-Tracking, Bewegungsunschärfe, Stroboskop-Effekt, Zeitraffer, „Ripple Motion“Kameraperspektive:
„Nahaufnahme, extreme Nahaufnahme, Totale, Schulterperspektive, Vogelperspektive, Dutch Angle (Schrägaufnahme), „Point-of-view“Spezialeffekte:
„Raytracing, Partikelsysteme, Lichtstreifen, Explosionen, Trümmer, Funkenflug“
Steuere die Kamerabewegung gezielt mit Anweisungen wie:
„Pan nach links/rechts“, „Push in/Pull out“, „Pedestal hoch/runter“, „Tilt auf/ab“, „Zoom in/out“, „Shake“, „Tracking Shot“, „statische Aufnahme“.
Einige Tools bieten dafür auch einen sogenannten „Director Mode“.
Verwende Negativ-Prompts gezielt, um unerwünschte Elemente auszuschließen.
Gib direkt an, was nicht enthalten sein soll – z. B. „Wand, Rahmen“.
Berücksichtige Seitenverhältnisse:
Widescreen (16:9) ist gängig für Landschaftsaufnahmen, während Hochformat (9:16) für hohe Objekte oder Porträts besser geeignet ist – je nach Modell kann die Unterstützung variieren.
Also, unter Berücksichtigung all dessen nutzen wir folgenden Prompt:
„Nahaufnahme: Der Außenspiegel eines Autos reflektiert die faszinierenden Nordlichter, die über einer ruhigen Landschaft tanzen. Die Kamera fokussiert sich mit einer statischen Einstellung (Lock-off Shot) auf den Seitenspiegel, während das Auto durch die Landschaft fährt. Durch diese unbewegte Aufnahme entsteht eine ruhige und beruhigende Atmosphäre. Das Seitenverhältnis beträgt 3:4.“
Das Ergebnis ist das oben gezeigte Video. Wir haben lediglich etwas Helligkeit, das Logo und den Slogan mit Canva hinzugefügt.
Du kannst dieses KI-Video für Social Media oder zum Beispiel als Werbeanzeige nutzen oder ein längeres Video mit mehreren solchen Szenen erstellen. Programme wie Google Veo3 ermöglichen inzwischen sogar Charakterkonsistenz, sodass die Möglichkeiten mit dem richtigen Workflow nahezu unbegrenzt sind. Solange Du eine Idee hast und weißt, wie Du sie formulieren kannst, kann KI ein besserer Freund sein, als Du vielleicht denkst.
Wenn Du Hilfe bei der Erstellung von KI-Videos für Deine Social-Media-Kanäle brauchst – melde Dich bei uns. Wir helfen Dir gerne!


