Die Art des Suchens verändert sich. Die Google-SERP enthält inzwischen AI Overviews, AI Mode wurde eingeführt und die traditionellen blauen Links rücken weiter nach unten. Gleichzeitig stellen immer mehr Menschen ihre Fragen an LLMs wie ChatGPT, Perplexity und Gemini, die eine Antwort synthetisieren. Das hat Folgen für deine Online-Sichtbarkeit. Fast 60 % der Google-Suchanfragen enden inzwischen ohne einen Klick, und 30 % der Reisenden haben bereits KI genutzt, um eine Reise zu planen (Adobe, 2025). GEO ist eine Disziplin, in die du jetzt investieren solltest. Nicht als Ersatz für SEO, sondern als starke Ergänzung.
6 Tipps um mit GEO zu starten
1. Strukturiere deine Inhalte so, dass KI sie versteht
LLMs analysieren Inhalte semantisch und suchen nach Blöcken, die sich als Antwort eignen. Was funktioniert? Eine klare Struktur, kurze Absätze von 3 bis 4 Zeilen, konversationelle FAQ-Bereiche, Vergleichstabellen und numerische Daten. Konkret:
- Schreibe natürlich und so, wie Menschen suchen
- Verwende eine logische Header-Struktur (H1 > H2 > H3)
- Schreibe kurze Titel, nutze Aufzählungen und Tabellen
- Füge beschreibende ALT-Texte zu Bildern hinzu
- Füge am Anfang von Artikeln eine KI-Zusammenfassung nach dem Prinzip „das Wichtigste in Kürze“ hinzu
- Implementiere strukturierte Daten (HowTo, Article, FAQPage, Product)
Teste deine Sichtbarkeit, indem du deine wichtigsten Suchanfragen bei ChatGPT oder Perplexity eingibst. Erscheint deine Marke nicht? Dann ist das genau der Punkt, an dem GEO den Unterschied macht.
Lies hier mehr über Content-Optimierung für KI.
2. Baue deine Autorität und externe Reputation auf
LLMs wählen Quellen aus, die als Referenz gelten. Autorität baust du auf verschiedene Weisen auf: durch Experten-Content, redaktionelles Branding über Fachpresse und Blogs sowie Kundenbewertungen. Reputation ist ein direkter Vertrauensindikator für KI-Plattformen.
Ermutige zufriedene Kunden, Bewertungen auf Google, TripAdvisor und Booking zu hinterlassen, und antworte auf jede Bewertung in einem natürlichen Ton. Veröffentliche Artikel mit dem Namen des Autors, datiere deine Updates, zitiere offizielle Quellen und erstelle eigene Daten wie Cases, Barometer oder interne Studien. Biete diese auch aktiv Medien an.
3. Erlaube KI-Crawlern den Zugang und optimiere deine strukturierten Daten
KI kann dich nicht zitieren, wenn sie dich nicht lesen kann. Überprüfe, ob deine robots.txt die Crawler von GPTBot (OpenAI), ClaudeBot (Anthropic) und CCBot (Common Crawl) nicht blockiert. Manche Plugins tun das standardmäßig. Eine weitere Option ist das Hinzufügen einer llm.txt zu deiner Website, allerdings sind die Ergebnisse davon noch nicht belegt. Selbstverständlich solltest du auch auf eine technisch starke und schnelle Website achten.
Implementiere außerdem die passende schema.org-Auszeichnung: Hotel, TouristAttraction, FAQPage, LocalBusiness. Diese Tags helfen KI dabei, dein Angebot zu verstehen und bei lokalisierten Suchanfragen zu nutzen. Halte auch dein Google-Unternehmensprofil aktuell, da dies die erste Quelle ist, die Gemini bei lokalen Suchanfragen verwendet. Und sorge für konsistente NAP-Daten (Name, Adresse, Telefonnummer) auf allen Plattformen, denn Inkonsistenz macht es für KI schwieriger, dich als verlässliche Entität zu erkennen.
4. Starte mit neuen KPIs und messe aktiv die GEO-Effekte
Der Einfluss von AI Overviews ist messbar: Ihre Präsenz senkt die Anzahl der organischen Klicks um 34,5 % bei den betroffenen Suchanfragen (Ahrefs, 2025). Gleichzeitig stieg die Anzahl der Impressionen in der Reisebranche deutlich. Websites, die in AI Overviews zitiert werden, verzeichneten zudem einen Anstieg ihrer durchschnittlichen CTR von 0,74 % auf 1,02 % (Seer Interactive).
Das erfordert neue KPIs neben den klassischen Metriken. Berichte nicht nur über Klicks und Conversions, sondern auch über KI-Zitierungen, Markensentiment, Share of Voice in LLMs und KI-Referral-Traffic über GA4. Führe eine feste Monitoring-Routine ein: Frage ChatGPT, Perplexity und Gemini regelmäßig nach deinen relevantesten Suchanfragen und analysiere, ob deine Marke erscheint, in welchem Ton und wer stattdessen zitiert wird.
5. Unterscheide zwischen informativen und kommerziellen Suchanfragen
Nicht jede Suchanfrage erfordert dieselbe Strategie. Informative Suchanfragen, oft länger als 5 Wörter und mit einem Suchvolumen unter 2.500 pro Monat, sind die Anfragen, bei denen AI Overviews am häufigsten erscheinen. Hier geht es um Branding und Autoritätsaufbau, nicht um direkte Klicks.
Kommerzielle und transaktionale Suchanfragen sind hingegen klickresistenter. Denk an „Bootsfahrt auf der Seine buchen“ oder „Campingplatz in der Normandie reservieren“. Stimme deine Ziele und KPIs auf diesen Unterschied ab, denn ein Rückgang im organischen Traffic auf informativen Seiten ist eine andere Geschichte als ein Rückgang auf deinen Buchungsseiten.
6. Investiere in Inhalte mit echtem Mehrwert
KI-Antworten werden schnell generiert, aber sie zitieren nur Inhalte, die über das leicht Zusammenfassbare hinausgehen. Generische Blogtexte, die lediglich wiederholen, was bereits bekannt ist, verschwinden aus dem Blickfeld der LLMs. Dokumentierte Praxiserfahrungen mit eigenen Daten, zahlenbasierte Inhalte wie interne Tests oder Branchenbarometer und Inhalte, die erkennbar von einem Menschen mit echter Expertise erstellt wurden, das ist es, was LLMs aufgreifen. Nutze die E-E-A-T-Prinzipien als Leitfaden: Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness. Unterzeichne deine Artikel, datiere Updates und baue einen wiedererkennbaren Ton auf, der in mehreren Quellen wiederkehrt.
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