17 min

7 Online-Werbetrends für Reise- und Freizeitorganisationen im Jahr 2026

2025 war das Jahr der Einführung, 2026 wird jedoch das Jahr der Integration und Abrechnung sein. Das Versprechen der KI ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern harte Realität, die die Regeln der Online-Werbung neu definiert. Wir sprechen nicht mehr von KI als Werkzeug, sondern von KI als der neuen Infrastruktur des Marktes.

Die grundlegendste Veränderung? Der Klick, wie wir ihn kennen, verliert an Bedeutung. KI-Assistenten und Suchübersichten übernehmen die Informationsphase, sodass Marketer sinkende Website-Besuche und eine unsichere Erfolgsmessung verzeichnen. Der Wettbewerb dreht sich nicht mehr darum, wer die beste Anzeige erstellt, sondern darum, wer die besten Daten und die intelligenteste Strategie zur Steuerung der KI besitzt. In diesem Blogbeitrag stellen wir sieben unausweichliche Trends vor, die allesamt handlungsorientiert sind und für die Reise- und Freizeitbranche von entscheidender Bedeutung. Wir lassen die Trends des letzten Jahres hinter uns.

Unsere Online-Werbetrends zusammengefasst:

  1. Der KI-Modus absorbiert den Klick
  2. First-Party-Daten: der Goldwert des Jahres 2026
  3. Branding wird immer wichtiger und zugänglicher
  4. Der Wandel von Keyword-Targeting hin zu KI-gesteuerter Intention
  5. Geschlossene Plattformen verlagern ihren Fokus von der Offenlegung hin zu direkten Transaktionen
  6. Die Creator- und UGC-Revolution: Der neue Performance-Kanal
  7. Verschwindet dieses nervige Cookie-Banner?

 

1. Der KI-Modus absorbiert den Klick

KI übernimmt die Traum- und Planungsphase.

Das traditionelle Suchmaschinenerlebnis hat sich grundlegend verändert. Durch den Aufstieg von KI-Übersichten und generativer KI auf Suchmaschinenergebnisseiten (SERPs) wird ein erheblicher Teil der Klicks, die ursprünglich zu informativen Inhalten geführt hätten, von der Suchmaschine selbst absorbiert. Seit dem Aufkommen des KI-Modus hat sich dieser Trend noch verstärkt. Für die Reise- und Freizeitbranche bedeutet dies, dass die Suchphase, in der Nutzer nach „schönen Tagesausflügen bei schlechtem Wetter“ oder „den schönsten Campingplätzen in Portugal“ suchen, oft direkt und vollständig in den Suchergebnissen beantwortet wird. Dies führt unweigerlich zu einem Rückgang der Klickrate (CTR) und der Bedeutung von Website-Besuchen als primärer KPI für die frühe Nutzerbindung. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend ab 2025 bemerkbar machen wird und sich noch deutlich verstärken wird. In unserer Branche ist der Effekt weniger dramatisch. Die „Daily Mail“ berichtete jedoch in diesem Artikel via „Emerce“ von einem Traffic-Rückgang von 80 % aufgrund der Einführung KI-gestützter Übersichten. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartnerr wird generell ein Rückgang von 25 % erwartet.

Der Marketingmix muss den Eingangsdaten dienen.

Der Fokus verlagert sich von der Menge des Traffics hin zur Qualität der Daten, die wir der KI zur Verfügung stellen. Bis 2025 werden Berichte, die ausschließlich das Traffic-Volumen erfassen, der Vergangenheit angehören. Für die Werbung bedeutet dies konkret, dass wir mit niedrigeren Klickraten (CTR) und kleineren Remarketing-Listen arbeiten müssen. Um diesen Verlust auszugleichen, müssen wir nach anderen Engagement-Signalen suchen, z. B. nach Videoaufrufen und Interaktionen auf YouTube, Facebook, TikTok und anderen Kanälen. Darüber hinaus ist die Integration von First-Party-Analysen unerlässlich, um die Algorithmen weiter zu trainieren (mehr dazu in Trend 2). Dies wird zu einer signifikanten Veränderung des Marketing-Mix führen, die sich ab 2026 bemerkbar machen wird. Die Suche wird nicht mehr der entscheidende Faktor sein (mehr dazu in Trend 4). Insbesondere durch KI-gestützte Videoerstellung wird der Zugang zu hochwertigem Material einfacher (mehr dazu in Trend 3). Wie du siehst, gehen viele Trends Hand in Hand, und KI ist der gemeinsame Nenner.

Von Traffic über neue KPIs bis hin zu KI-Anzeigen

Die größte Herausforderung besteht darin, unerfasste Nutzerabsichten zu messen und sie erfolgreich mit dem unteren Teil des Marketing-Funnels zu verknüpfen. Die KI muss trainiert werden, um Aktionen auf der Website als Signale zu interpretieren und sie für Performance-Kampagnen zu nutzen. Nehmen wir beispielsweise eine Tagesattraktion: Wenn ein Besucher nach „Zoo-Ticket-Rabatt“ sucht und die KI-Übersicht sofort den Preis anzeigt, müssen wir dies messen, sobald der Besucher den Ticketbereich unserer Website besucht oder sich eine Videoanzeige über den betreffenden Zoo ansieht. Diese frühen Aktionen sind die neuen KPIs, die die KI-Engine am Laufen halten. Weniger Traffic bedeutet jedoch auch höhere Konversionsraten – also nicht zu früh freuen. Ab 2026 wird es außerdem möglich sein, Suchanzeigen im KI-Modus und in KI-Übersichten zu schalten. Dadurch haben Nutzer die Möglichkeit, bei Bedarf zu klicken.

2. First-Party-Daten, das Gold des Jahres 2026

Der grundlegendste Trend für 2026 ist der Besitz von Daten.

Daten aus erster Hand sind die einzige verlässliche Grundlage für die Leistungsfähigkeit von Googles KI-Modellen. Ohne diese direkten Informationen sind Tools wie Performance Max und Smart Bidding schlichtweg ineffizient. Das Sammeln eigener Daten ist nicht länger ein „Extra“ für Newsletter-Abonnenten, sondern bildet die absolute Basis für die Ermittlung und Verbesserung Ihrer Rendite. Dies steht in engem Zusammenhang mit Trend 1, der einen Rückgang des Website-Traffics prognostiziert.

Direktes Ergebnis: 2 % bis 5 % höhere Renditen

Wir sehen bei unseren eigenen Kunden, dass die Hinzufügung dieser einzigartigen Daten einen sofortigen Unterschied macht. Du kannst deine eigenen Kunden- und Verkaufsdaten ganz einfach mit deinen Werbekanälen über Kundenübereinstimmung verknüpfen. Wir sehen eine Ergebnissteigerung von mindestens 2 %. Die KI von Google, Meta und TikTok erkennt deine besten Kunden und nutzt diese Information, um neue Kunden zu gewinnen. Dies ist der direkte Zusammenhang zwischen der Qualität Ihrer Daten und Ihrem Gewinn.

3 Möglichkeiten, deine Daten zu aktivieren

Wie gelangen die wertvollen Daten aus deinem Reservierungs- oder CRM-System in deine Werbekanäle? Es gibt drei gängige Methoden:

  1. Manueller Import: Du exportierst selbst eine Kundenliste und lädst sie in dein Werbekonto hoch. Das ist ein guter erster Schritt, aber die Daten veralten schnell.
  2. Über Google Sheets: Du verbindest dein System mit einem Google Sheet, das automatisch synchronisiert wird. So bleiben deine Daten ganz einfach aktuell.
  3. Wander Connect (Echtzeit): Für optimale Ergebnisse haben wir Wander Connect entwickelt.Dieses Produkt stellt eine Echtzeitverbindung zwischen deinen Reservierungssystemen (wie Booking Experts oder Recranet) und deinen Marketingplattformen her. Jede Buchung wird sofort in ein Signal für die KI umgewandelt, sodass deine Kampagnen sekundengenau angepasst werden können.


Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Stell dir einen Ferienpark vor, der über Wander Connect nicht nur die Buchung selbst, sondern auch den „Kundenwert“ (wie oft ein Gast wiederkommt) teilt. Die KI sucht dann sofort aktiv nach Familien, die mehr als einmal im Jahr buchen, anstatt sich nur auf den günstigsten Klick zu konzentrieren.

3. Markenbildung wird unerlässlich und zugänglicher

Künstliche Intelligenz verändert die Reiseentdeckung. Marken entscheiden darüber, wer ausgewählt wird.

Im Jahr 2026 entscheidet die Markenbekanntheit darüber, ob du überhaupt in Betracht gezogen wirst. Wenn ein KI-Assistent Empfehlungen ausspricht, entscheiden sich Nutzer schnell für Namen, die ihnen bekannt sind. Diese Wiedererkennung entsteht jedoch nicht erst im Moment der KI-Antwort, sondern bereits im Vorfeld. Marken mit hoher Sichtbarkeit und einer klaren Marktposition wirken einfach vertrauenswürdiger. Wenn ein Hotel, ein Ferienpark oder ein Reiseziel dem Nutzer bereits bekannt ist, erscheint die KI-Empfehlung als logische und sichere Wahl. Wenn Nutzer ein Reisebüro noch nicht kennen, reicht die bloße Erwähnung durch einen Chatbot nicht für eine Buchung aus. Du musst dir also einen Namen machen – falls du dies nicht bereits tust – in den 5 Reisephasen.

Präsenz im gesamten Ökosystem

Sichtbarkeit in KI-Antworten erreicht man nicht allein durch eine gute Website, sondern durch Präsenz im gesamten Internet. Die KI lernt vom gesamten Ökosystem, zu dem große Vergleichsportale, bekannte Reiseblogs, Marktplätze und offizielle Datenpartner gehören. Marken, die in starke Partnerschaften und einen soliden Vertrieb investieren, haben deutlich bessere Chancen, in einer KI-Übersicht aufzutauchen. Stell dir vor: Ein Reisender sucht nach den „Top 5 kinderfreundlichen Hotels in der Veluwe“. Die KI ruft diese Information nicht nur von Ihrer Website ab, sondern prüft auch Ihre Bewertungen auf anderen Plattformen. Sichere dir durch deine Präsenz an den richtigen, zuverlässigen Orten einen Platz im Algorithmus.

Die meisten Entscheidungen werden nicht sofort getroffen.

Die meisten Entscheidungen werden nicht spontan gefällt, sondern man denkt darüber nach oder bespricht sie zu Hause. Genau in dieser Zwischenphase wird Branding entscheidend. Während das Performance-Marketing mit der Werbung aufhört, setzt das Branding mit emotionalem Storytelling fort. Durch Bilder, die den Gästen ihren Urlaub quasi noch einmal erleben lassen, bleibt man während des Entscheidungsprozesses präsent. Für Reiseveranstalter, Tagesattraktionen, Hotels und Ferienparks ist das keine Zukunftsvision, sondern bereits Realität. Marken, die weiterhin nur auf Klicks optimieren, verlieren gegenüber Marken an Boden, die in Wiedererkennung, Vertrauen und mentale Präsenz investieren. In diesem Artikel kannst du mehr über diesen interessanten Begriff lesen.

Bereite dich also jetzt auf diese drei Schritte vor:

  • Bekanntheit aufbauen, bevor Nachfrage entsteht.: Stelle sicher, dass du dem Gast bereits bekannt bist (Markenbekanntheit), bevor er seine erste Frage an einen KI-Assistenten stellt.
  • Sichere dir deinen Platz im gesamten Netzwerk: Baue starke Partnerschaften mit Vergleichsportalen und Buchungsplattformen auf. Das sind die Quellen, aus denen KI-Systeme ihr Wissen beziehen, um Empfehlungen auszusprechen.
  • Verwandle Aufmerksamkeit in eine bleibende Erinnerung: Nutze ansprechende Videos und intelligente Retargeting-Anzeigen, um das Erlebnis in deinem Ferienpark oder mit deiner Attraktion erlebbar zu machen. Performance generiert Klicks, aber die Erinnerung führt zur Buchung.

4. Der Wandel vom Keyword-Targeting zur KI-gesteuerten Intent-Erkennung

KI versteht Absichten besser als Schlüsselwörter.

Die Ära der stundenlangen manuellen Keyword-Recherche und präzisen Keyword-Ausrichtung endet im Jahr 2026 endgültig. Dann stellt sich nicht mehr die Frage, welche Keywords man kauft, sondern wie man die KI trainiert, um die Zielgruppe zu finden. Künstliche Intelligenz versteht die Suchintention eines Nutzers heute bereits besser als dies mit einzelnen Suchbegriffen möglich wäre. Stell dir vor: Eine Familie sucht nach „Freizeitaktivitäten mit Kindern bei Regen in Nordholland”. Während man früher auf genau diese Wortkombination bieten musste, erkennt die KI heute, dass die Familie nach einer Indoor-Aktivität sucht. Deine Ausflugsattraktion wird angezeigt, weil die KI versteht, dass du die Lösung bietest – selbst wenn diese Suchbegriffe nie eingegeben wurden. Dies erreichen wir 2026 durch AI Max.

Vom Mikro- zum Makrokosmos

Dies erfordert einen grundlegenden Wandel: weg von der Kontrolle im Detail, hin zum Vertrauen im Großen. KI-Systeme werden zu Bietern und Zielgruppenansprechpartnern und analysieren Tausende von Signalen pro Sekunde, um Muster zu erkennen, die uns Menschen verborgen bleiben. Während ein Marketer früher 200 Keywords manuell verwaltete, analysiert die KI heute das gesamte Suchverhalten von Milliarden Suchanfragen. Fakt ist: Die KI ist einfach besser und schneller darin, Ihr Angebot dem passenden Suchenden zuzuordnen. Du musst daher die Kontrolle abgeben und der KI den Raum geben, zu lernen und sich zu optimieren.

Die neuen Aufgaben des Vermarkters

Da die KI das Targeting übernimmt, wird sich Ihre Rolle als Werbetreibender noch stärker verändern. Der Erfolg im Jahr 2026 hängt von drei Dingen ab:

  • Hochwertiges Futter: Dein Produkt- oder Hotelfeed ist dein wichtigstes Instrument. Sorge für perfekte Beschreibungen und relevante Merkmale, damit die KI genau weiß, was du verkaufst
  • Kreative Vielfalt: Stelle der KI so viele Ressourcen wie möglich zur Verfügung. Verwende unterschiedliche Texte, Bilder und Videos. Je vielfältiger die KI ist, desto besser kann sie testen, was für welche spezifische Zielgruppe funktioniert;
  • Fütterungsdaten: KI kann nur aus guten Daten lernen. Durch die Verknüpfung Ihrer eigenen Kundendaten (First-Party-Daten, siehe Trend 2) mit optimierten Konversionen versteht die KI, wer Ihre besten Kunden sind, und sucht nach ähnlichen Profilen, unabhängig von deren Suchbegriffen.


Fallstricke, die es zu vermeiden gilt

  • Zu früh aufgeben. Die ersten zwei Wochen können enttäuschend sein. Die KI lernt noch. Gib ihr mindestens vier bis sechs Wochen Zeit.
  • Unzureichende Eingabe. Wenn man der KI nur drei Bilder und zwei Texte gibt, schränkt man ihre Fähigkeiten stark ein. Ihre Stärke liegt in der Variation.
  • Miss fehlerhafte Konversionen. Erfasse  außerdem wertvolle Mikrokonversionen zu einem früheren Zeitpunkt im Prozess, wie z. B. Besuche der Preisseite und Videoaufrufe.

5. Geschlossene Plattformen verlagern ihren Fokus von exponierten Angeboten hin zu direkten Transaktionen;

Ähm, was sind ummauerte Gärten?

„Geschlossene Systeme“ sind große, geschlossene Online-Plattformen wie Google, Facebook/Instagram und TikTok. Ursprünglich leiteten sie potenzielle Gäste auf Ihre Website weiter (mehr dazu in Trend 3), um einen Urlaub zu buchen oder Tickets zu kaufen. Doch das ändert sich: Buchungen und Ticketkäufe können zunehmend außerhalb der Website erfolgen. Grund dafür sind KI-Assistenten wie beispielsweise in Gemini oder ChatGPT, die immer besser darin werden, Käufe abzuwickeln.

Neue Berührungspunkte in der Customer Journey

Der Kunde muss nicht mehr selbst auf die Website gehen. Der KI-Assistent fragt: „Möchten Sie diese Reise buchen?” und der Kunde kann mit „Ja” antworten. Daraufhin wird die Buchung direkt im Chat oder in der App der Plattform abgewickelt. Dies ist der transaktionale „Walled Garden“. In diesem Artikel erfährst du, wie sich ChatGPT schrittweise dahingehend entwickelt, dass du deinen nächsten Hotelaufenthalt direkt darüber buchen können. Dies geschieht zwar nicht so schnell wie im E-Commerce, aber wir empfehlen Ihnen, diese Entwicklung aufmerksam zu verfolgen – insbesondere im Hinblick auf Booking.com.

Die letzte Stufe im Verkaufstrichter wird gekapert.

Dies entwickelt sich zu einem großen Problem für die Reise- und Freizeitbranche. Ihre Website wird umgangen, die Plattform „kapert“ also den Kaufprozess. Stell dir vor: Ein Nutzer sieht ein TikTok-Video zu Ihrem Ausflugsziel. Früher klickte er auf deine Website. Jetzt kann er per „Jetzt kaufen“-Button direkt in TikTok ein Ticket kaufen oder einen Rabattcode einlösen, ohne die App zu verlassen. Wir haben bereits in unserem Blog über einen ähnlichen Trend bei Flugtickets berichtet.Agentic Checkout

Antizipieren!

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Zusammenarbeiten: Stelle sicher, dass du dort wirbst, wo deine Gäste einkaufen. Das bedeutet, dass du Daten mit diesen Plattformen teilst, um die Kampagnen dort so zielgerichtet wie möglich zu gestalten..
  2. Erweitern: Entwickle deine eigene App (für Tickets, Kundenbindung, Navigation) zur ultimativen, sicheren Umgebung. Gäste, die die App nutzen, sind treu und ihre Daten sind dort sicher. Dies ist der beste Weg, um den Vertriebsprozess zu schützen.

6. Die Creator- und UGC-Revolution: Der neue Performance-Kanal

Von „Soft Branding“ zu harten Konversionen

Bis 2026 werden nutzergenerierte Inhalte (UGC) – also Inhalte, die von echten Menschen statt von professionellen Filmteams erstellt werden – kein netter Bonus mehr für Ihre Social-Media-Aktivitäten sein. Du wirst fester Bestandteil deiner erfolgreichsten Anzeigen auf Plattformen wie TikTok, YouTube Shorts und Instagram Reels sein. Der „Creator“ (oder Influencer) ist der neue Motor für die frühe Phase des Marketing-Funnels. Google nutzt dies geschickt mit dem neuen „ Creator Partnerships Hub“. Dieser ermöglicht es Werbetreibenden, Partnerschaften sofort zu entdecken und zu verwalten sowie Ergebnisse anhand harter Leistungskennzahlen wie Buchungen und ROAS zu messen.

Authentizität ist wichtiger als ein glattpolierter Werbeeffekt.

Warum funktioniert das so gut für Werbung? Weil Konsumenten bis 2026 „zu perfekte” Videos sofort als Werbung erkennen und ausblenden werden. Inhalte, die sich wie persönliche Empfehlungen von Freunden anfühlen, erzielen in bezahlten Kampagnen einfach bessere Ergebnisse als Videos, die sich buchstabengetreu an die Markenrichtlinien halten. Wir testen das regelmäßig und sehen dabei immer wieder deutliche Unterschiede. Stelle dir vor: Ein Video, in dem eine Familie ihre erste Reaktion beim Betreten ihres Safarizelts mit einer wackeligen Smartphone-Kamera filmt, funktioniert als Werbung viel besser als ein perfektioniertes Drohnenvideo desselben Parks. Diese Unvollkommenheit schafft eine direktere Verbindung zum Zuschauer und führt zu einer höheren Konversionsrate in deinen Anzeigengruppen. In diesem Blog haben wir bereits über den enormen Aufstieg des Influencer-Marketings und seine unverzichtbare Rolle in der Freizeit- und Reisebranche geschrieben.

Zusammenfassend: Was solltest du mit nutzergenerierten Inhalten tun?

  • Fokus auf Authentizität: Lass die Kontrolle ein Stück weit los. Inhalte müssen nicht perfekt sein, um sich zu verkaufen.
  • Alles messen: Nutze Tools wie den Creator Partnerships Hub, um herauszufinden, welcher Creator die niedrigsten Kosten pro Buchung bietet.
  • Kombinieren: Nutze UGC nicht nur organisch, sondern setze es als Hauptwerbemittel in deinen Performance-Max- und Demand-Gen-Kampagnen ein.
  • Testen, testen, testen!

    Hier findest du unsere Influencer-Marketing-Trends für 2026.

7. Wird dieses lästige Cookie-Banner verschwinden?

Lockerung der Datenschutzgesetze in Planung

Die Europäische Union arbeitet derzeit an einer umfassenden Überarbeitung der Online-Datenschutzbestimmungen in Form der neuen ePrivacy-Verordnung. Das Hauptziel dieser Verordnung ist eine Verbesserung des Online-Datenschutzes. Der Vorschlag des Europäischen Rates sieht vor, der „Cookie-Müdigkeit“ ein Ende zu setzen. Anstelle der lästigen, wiederkehrenden Werbebanner auf jeder Website übernimmt der Internetbrowser (wie Chrome oder Safari) die Kontrolle. Du legst dann einmalig zentral in deinem Browser fest, ob du getrackt werden möchtest oder nicht. Anschließend sind Websites verpflichtet, diese einheitliche Einstellung automatisch zu berücksichtigen. Das sorgt für ein deutlich reibungsloseres und schnelleres Nutzererlebnis.

Mehr Buchungen dank eines „sauberen“ Buchungsprozesses

Diese Änderung wirkt sich direkt und positiv auf die Rentabilität Ihrer Anzeigen aus. Aktuell zahlst du für einen Klick bei Google Ads, doch der Besucher wird sofort mit einem störenden Cookie-Banner konfrontiert, das den Ablauf unterbricht. Das führt zu unnötigen Abbrüchen, bevor der Gast Ihr Angebot überhaupt vollständig sehen konnte. In der neuen Lösung entfällt diese Hürde. Für Werbetreibende im Freizeitsektor bedeutet dies, dass der bezahlte Traffic ohne Ablenkungen direkt im Buchungstrichter landet. Weniger Hürden zwischen dem ersten Klick und der Zahlung führen zu einer höheren Conversion-Rate und somit zu geringeren Kosten pro Buchung.

Neue Strategie: Management mit KI statt mit Pixeln

Der Buchungsprozess wird immer reibungsloser, während sich die Technologie hinter Ihren Anzeigen grundlegend verändert. Wenn ein Nutzer in seinem Browser auf „Nicht verfolgen“ klickt, wird Ihr herkömmlicher Tracking-Pixel blockiert. Du kannst diese Person nicht mehr mit Standard-Retargeting-Anzeigen ansprechen. Das zwingt Werbetreibende zum Umstieg auf kontextbezogene Werbung (Werbung, die auf dem Seiteninhalt basiert) und Conversion-Modellierung. Dabei nutzt Googles KI die verfügbaren Daten, um die Ergebnisse des restlichen Traffics vorherzusagen. Ihr Messplan für 2026 wird sich nicht mehr um einfache Cookies drehen, sondern um eine intelligente Datenstruktur, die der KI dabei hilft, Muster ohne direktes Tracking zu erkennen.

Warum ist das jetzt schon ein Trend für 2026?

Schon seit Jahren ist das Verschwinden der Cookies ein Thema. Wir haben erstmals 2019 in diesem Artikel darüber geschrieben. Bis 2026 ist es noch möglich, dann ist der Wendepunkt erreicht. Mit der endgültigen Einführung von Googles Privacy Sandbox und den neuen europäischen Bestimmungen für Browsereinstellungen verlassen wir die Testphase. Ab 2026 wird „cookie-freie Werbung” für Unternehmen die einzige Möglichkeit sein, online messbar zu bleiben.

Wo liegt dein größtes Buchungspotenzial? Wir analysieren deine Website kostenlos und zeigen dir konkrete Ansatzpunkte.

Neueste Blogbeiträge

Red-Nachrichten erhalten?

Melden Sie sich an und verpassen Sie keine Online-Marketing-Entwicklung in der Reise- und Freizeitbranche!

Ihr Marketing gemeinsam auf ein höheres Niveau bringen?

Wir stehen gerne zur Verfügung, um Sie bei Ihrem Online-Marketing zu unterstützen. Neugierig auf die Möglichkeiten?

Red ist eine Online-Marketing-Agentur, die sich ganz auf die Reise- und Freizeitwelt in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien spezialisiert. Wir arbeiten u. a. für OTAs, Reisebüros, Ausflugsziele, Ferienparks, Reiseziele, Campingplätze und Hotels. Wir sind stolz zu verkünden, dass wir Gewinner des European Search Awards 2022 und seit 2019 in den Top 3 der Emerce100 sind!

Red ist eine Online-Marketing-Agentur, die sich ganz auf die Reise- und Freizeitwelt in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien spezialisiert. Wir arbeiten u. a. für OTAs, Reisebüros, Ausflugsziele, Ferienparks, Reiseziele, Campingplätze und Hotels. Wir sind stolz zu verkünden, dass wir Gewinner des European Search Awards 2022 und seit 2019 in den Top 3 der Emerce100 sind!

Willst du Marketing-Insights, die wirklich relevant sind?

Bleib immer auf dem Laufenden über unsere Blogbeiträge, Case Studies und neuesten Entwicklungen. Abonniere unseren Newsletter!